Enttäuschend: Sanierung der Ottostrasse
Zweiter Teil der wichtigen Fahrradverbindung vom Stadtteil Neustift zum Bahnhof Freising auch nach Fahrbahnsanierung der Ottostraße keine echte Verbesserung.

Im Frühjahr 2026 wurde als 2. Teil der Erneuerung der Fahrbahndecke nach der Dr.-von-Daller-Straße nun die Ottostraße zwischen der Heiliggeistgasse und dem Bahnhof erneuert. Obwohl hier wiederum erhebliche Mittel für den motorisierten Individualverkehr ausgegeben wurden, sind die Verbesserungen für Radfahrende auch in diesem Fall nur marginal. Da Fahrbahnerneuerungen nur in größeren zeitlichen Abständen erfolgen, wird die Situation für Neustifter Bürger:innen auf dem Weg zum Bahnhof wohl das nächste Jahrzehnt so unzufriedenstellend bleiben.
Die Ottostraße ist (wie die Verlängerung der Achse in der Dr.-von-Daller-Straße) im Mobilitätskonzept der Stadt Freising von 2019 als Teil des Erschließungsnetzes ausgewiesen und stellt eine wichtige Verbindung vom Stadtteil Neustift zum Bahnhof dar. Der Radentscheid Freising hat schon lange moniert, dass es entlang dieser Straße keine Radwege oder Schutzstreifen gibt. Radfahren auf dieser Straße ist alles andere als angenehm und das Sicherheitsgefühl bei oftmals knapp überholenden Fahrzeugen schlecht.
Mit der Erneuerung der Fahrbahndecke im Frühjahr 2026 bestand die Hoffnung, dass dort jetzt den Belangen der Radfahrenden etwas Rechnung getragen wird.
Allerdings gab es keinerlei Verbesserungen bezogen das Fahren entlang dieser Straße.
Lediglich für das Queren wurde an einer Stelle etwas verändert … aber auch nicht wirklich verbessert.
Auf beiden Seiten wurden die Bordsteine neu gesetzt. Mit nur einem leichten Versetzen der Bordsteine in diesem Zusammenhang wäre es möglich gewesen, dass der Fußweg etwas verbreitert wird und damit für Radfahrende so frei gegeben wird, dass sich zu Fuß Gehende und Radfahrende nicht gegenseitig stören.
Auf der Bahnseite ist zwar das Fahren für Radfahrende frei gegeben, aber angesichts der unzureichenden Breite stören Radfahrende dort immer die zu Fuß gehenden. Die gegenüberliegende Seite wird zwar (regelwidrig) von unsicheren Radfahrenden genutzt, aber die Breite ist angeblich nicht ausreichend für eine entsprechende Ausschilderung
Ein weiteres Lehrstück für wieder eine verpasste Chance im Rahmen von Straßensanierungen auch die Radfahrenden ernsthaft mit zu berücksichtigen.